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Streitschlichter

Für Kinder im Grundschulalter bedeutet der Lernprozess einer Streitschlichtungsausbildung eine große Herausforderung. Sie erfahren erst noch Probleme und Gefühle zu benennen und zu differenzieren und andere Sichtweisen und Perspektiven einzunehmen.

AG- Streitschlichtung an der Grundschule Blutenburgstraße

Das Team der AG Streitschlichtung

Um Kindern konstruktive und für sich praktikable Konfliktlösungsstrategien an die Hand zu geben, hat das Spielhaus Sophienstraße (http://www.spielhaus-sophienstrasse.de) zusammen mit der Grundschule an der Blutenburgstraße 2008 die AG Streitschlichtung ins Leben gerufen.
In dieser AG werden jedes Jahr sechs neue Streitschlichter/innen aus den dritten Klassen ausgebildet. Bei der Auswahl der Kinder ist den Trainerinnen eine paritätische Besetzung wichtig. Die Kinder der dritten Klassen können sich offiziell für die Ausbildung bewerben. Die aktuellen Streitschlichter/innen stehen ihnen dabei beratend zur Seite und entscheiden über die Besetzung der neuen Ausbildungsgruppe mit. Schwerpunkte der Ausbildung ist der Erwerb von sozialen Kompetenzen, wie z. B. die Stärkung von Empathie und Einfühlungsvermögen und das Erlernen von einfachen Konfliktlösungsmöglichkeiten.
Die Ausbildung beginnt nach den Weihnachtsferien und endet mit einer kleinen Prüfung und Urkunde zum Ende des Schuljahres. Das Trainerinnenteam setzt sich aus einer Kulturpädagogin, Frau Kerstin Hof aus dem Spielhaus Sophienstraße und einer Lehrkraft der Schule zusammen.
Bei der AG Streitschlichtung handelt es sich um eine Schülermediation. Diese Sonderform der Mediation nennt man auch „Peer-Mediation“, d.h. eine Mediation durch Gleichaltrige. Die Peer-Mediation hat einen entscheidenden Vorteil: Kinder und Jugendliche werden in hohem Maß von Gleichaltrigen geprägt. Die Regeln ihrer Peergroup werden im Gegensatz zu den Regeln der Erwachsenen oft leichter akzeptiert und eingehalten.
Die Schülermediator/innen unterstützen die in etwa gleichaltrigen Kinder beim Finden von Lösungen in Konfliktsituationen ohne zu urteilen. Sie moderieren das Gespräch, legen aber nicht die Inhalte fest. Sie werten nicht, strafen nicht und behandeln die Streitschlichtung streng vertraulich. Die Trainerinnen stehen den Mediator/innen  auch in dieser Phase weiterhin beratend zur Seite.